Eines der Hauptthemen, mit dem sich das TK69 befasst, ist das Laden von Elektrofahrzeugen mit
Wechsel- und Gleichstrom. Das Komitee wirkt massgeblich an der Neu- und Weiterentwicklung der
internationalen Normenreihe IEC 61851 mit. Diese bildet die Grundlage für die Ladeinfrastruktur und
regelt unter anderem die Energieübertragung, die Kommunikation zwischen Fahrzeug und
Ladestation sowie Schutzkonzepte und Anforderungen an die elektrische Sicherheit. Nebst der
eigentlichen Normungsarbeit gehört auch die Klärung technischer Fragestellungen rund um die
Ladeinfrastruktur zu den Aufgaben des Komitees. Normungsarbeit in einem
hochdynamischen Umfeld Urs von Känel übernimmt den Vorsitz des TK 69 in einer
Phase hoher Dynamik und wachsender Vernetzung – sowohl innerhalb des Komitees als auch im
Austausch mit anderen Normungsgremien. Die Gründe dafür sieht er im Themenkomplex selbst: „Die
Elektromobilität zählt heute zu einem der aktivsten Bereiche der nationalen und internationalen
Normungsarbeit bei CES, Cenelec und IEC. Themen wie Installationsvorschriften,
Kommunikationsschnittstellen oder Energieeffizienz erfordern vermehrt eine Zusammenarbeit über
traditionelle Fachbereichsgrenzen hinweg.“ Erstrangiges Expertenwissen für hohe
Produktsicherheit Von Känel verfügt über langjährige Erfahrung in der Normung, Prüfung
und Zertifizierung. Er ist ausgewiesener Experte für elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) und
Produktsicherheit. Über viele Jahre bekleidete er Führungsfunktionen bei der Electrosuisse sowie bei
der Eurofins Electrosuisse Product Testing AG und leitete verschiedene Prüflabore. Ende 2021
wechselte er in die Elektromobilitätsbranche und ist seither als Leiter des Testzentrums und der
Zulassungen bei Juice Technology tätig. In dieser Funktion wirkt er wesentlich an der Umsetzung und
Weiterentwicklung einschlägiger Normen mit. Sein Engagement umfasst mehrere Arbeitsgruppen
innerhalb des TK 69, unter anderem WG 12 und JWG 20, sowie Einsitz in weiteren Komitees wie WG
7 und WG 8 im SC 23E. Neue Anwendungsszenarien erfordern kontinuierliche
Weiterentwicklung Aufgrund des technologischen Fortschritts besteht ein unvermindert
hoher Normungsbedarf im Bereich der Elektromobilität, der sich stark an den Bedürfnissen
zahlreicher Anspruchsgruppen ausrichtet: Dazu zählen Ladeinfrastrukturbetreiber, Elektrizitätswerke,
Verteilnetzbetreiber und Stromproduzenten ebenso wie Immobilienbesitzer:innen sowie Fahrer:innen
von Elektroautos. Ein besonderer Fokus liegt auf anwendernahen Themen wie dem
bidirektionalen Laden mit Wechselstrom. Dazu gehören insbesondere Vehicle-to-Grid (V2G) und
Vehicle-to-Home (V2H) für netzdienliches Laden und Entladen ohne kostenintensive DC-Infrastruktur
sowie Vehicle-to-Load (V2L) die direkte Stromversorgung von Verbrauchsgeräten aus dem
Fahrzeugakku. Solche Anwendungsszenarien stellen neue Anforderungen an Kommunikation,
Sicherheit und Schutzkonzepte, die im bestehenden IEC-Normenwerk bislang noch nicht vollständig
abgebildet sind. Ebenfalls auf der Normungsagenda stehen innovative Konzepte wie portable
DC-Ladegeräte (IEC 61851-23-4) sowie bidirektionale DC-Ladestationen. Weitere Entwicklungen
innerhalb der 61851-Serie zielen etwa darauf ab, symmetrisches Laden ohne Schieflasten für
einphasig ladende Autos mit Leistungen bis 22 kW zu ermöglichen. Engagement für
Sicherheit, Interoperabilität und Praxisnähe Die Arbeit des TK 69 leistet damit einen
wichtigen Beitrag zur Sicherstellung der technischen Konformität und Interoperabilität der
Ladeinfrastruktur. Der Vorsitz eines Industrievertreters stärkt dabei die Praxisnähe der
Normungsarbeit und stellt sicher, dass konkrete Erfahrungen aus Entwicklung und Anwendung
frühzeitig in die Standardisierung einfliessen. Das verbessert die Alltagstauglichkeit der
Ladeinfrastruktur und stärkt damit die Attraktivität der Elektromobilität. „Wir unterstützen die
Arbeit von Urs von Känel als Vorsitzendem des Technischen Komitees aus Überzeugung. Für Juice
ist die aktive Mitarbeit in Normungsgremien ein wichtiger Beitrag zur kontinuierlichen
Weiterentwicklung der Elektromobilität“, so Christoph Erni, CEO der Juice Technology AG. „Wenn
ausgewiesene Fachleute wie Urs von Känel ihr Know-how in diese Gremien einbringen, stärkt das
die Qualität und Sicherheit der gesamten Branche. Gleichzeitig erlaubt seine Expertise eine
frühzeitige und konsequente Ausrichtung unserer Produktentwicklung auf bestehende wie auch
künftige Normen. Davon profitieren täglich Hunderte von Firmen- und Privatkunden.“ Medienkontakt
Daniela Märkl
Communication & Public Relations
Juice
Technology AG
+41-41 510 02 19 oder +49-800 3400 600
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