Im Dezember 2025 sind die Preise für Freizeitgüter in der Schweiz im Vergleich zum
Vorjahresmonat um 1,2 Prozent gestiegen. Das zeigt der Freizeit-Preisindex des Online-
Vergleichsdienstes Comparis. Er verdeutlicht, wie sich die Teuerung in den Bereichen Freizeit und
Kultur sowie Gastronomie und Reisen in der Schweiz entwickelt hat. Im Vergleich dazu weist der
Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) des Bundesamtes für Statistik (BFS), der alle
Konsumpreise misst und nicht nur Freizeitgüter, eine Jahresteuerung von 0,1 Prozent* aus. Im Dezember 2025 stiegen die Preise im Freizeitindex-Warenkorb gegenüber November 2025
um 1,0 Prozent. Der breiter definierte LIK blieb unverändert (0,0 Prozent*). Im Monat zuvor waren die
Kosten für Freizeitgüter um 0,6 Prozent gesunken (LIK: minus 0,2 Prozent*). Run auf
Erholung ausserhalb von Hotels treibt die Preise in die Höhe Im vergangenen Monat –
im Vergleich Dezember zu November 2025 – haben sich verschiedene Produkte verteuert. Mit 25
Prozent* am stärksten gestiegen sind die Preise für Parahotellerie. Konsumierende müssen auch
mehr Geld für sonstige Dienstleistungen für den Individualverkehr bezahlen – die Preise sind im
Dezember um 6,8 Prozent* gestiegen. Unter den Top 5 bei den Preiserhöhungen sind zudem
Bergbahnen und Skilifte (plus 4,3 Prozent*), Hotellerie (plus 3,1 Prozent*) sowie Luftverkehr (plus 2,8
Prozent*). «Seit der Pandemie sind Ferien in Ferienwohnungen und auf Campingplätzen
hoch im Kurs. Die gestiegene Nachfrage trifft auf ein zu geringes Angebot, was die Preise in die Höhe
treibt. Auch die höheren Kosten für Strom, Heizung, Unterhalt und Plattformgebühren werden oft
direkt an die Gäste weitergegeben», sagt Consumer-Finance-Experte Michael Kuhn. «Zudem ist die
Parahotellerie ein saisonales Geschäft. Im Winter – mit dem Start der Skisaison und den
Weihnachtsferien – steigen die Kosten zusätzlich.» Aber auch im Fünfjahresvergleich hat sich die
Parahotellerie deutlich verteuert, nämlich um 21 Prozent*. Fehlende Triebwerke und
fehlende Fachkräfte führen zu steigenden Flugkosten Noch stärker nach oben geschnellt
sind die Flugpreise. Diese stiegen im Fünfjahresvergleich um 57 Prozent. Kein Produkt hat sich
gemäss dem Freizeit-Preisindex von Comparis stärker verteuert. «Nach Corona kam die
Nachfrage schneller zurück als das Angebot. Dieser Kapazitätsengpass hat nicht nur mit zu wenigen
Flugzeugen zu tun. Es fehlen auch Triebwerke, Ersatzteile und Fachkräfte», erklärt der Comparis-
Experte. «Ältere Flugzeuge verbrauchen mehr Treibstoff als effizientere, neuere Modelle – Treibstoff
wird damit zum wichtigen Kostentreiber. Die alternden Flugzeugflotten sorgen zudem für steigende
Unterhaltskosten.» Zudem haben sich gemäss der International Air Transport Association
(Iata) die Zeiträume für die Zertifizierung neuer Flugzeuge von 12 bis 24 Monaten auf 4 oder sogar 5
Jahre ausgedehnt. Ein weiterer Grund für die Verteuerung des Luftverkehrs sind US-Zölle auf
Elektronik und Metall. «Im ohnehin fragilen Lieferkettengefüge der Luftfahrtindustrie können politische
Unsicherheiten und wechselnde Zollbestimmungen die Produktion neuer Flugzeuge erheblich
verzögern», so Kuhn. Eine deutliche Trendumkehr im Luftverkehr ist unwahrscheinlich:
«Fliegen kann in den nächsten Monaten wieder leicht günstiger werden – aber die Preise werden klar
über dem Vor-Corona-Niveau bleiben.» Höchste Teuerung bei Einpersonenhaushalten ab
65 Jahren Die höchste Teuerung erlebten in den letzten 12 Monaten
Einpersonenhaushalte ab 65 Jahren. Diese Haushalte spüren aktuell eine Teuerungsrate von 1,6
Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Dezember stiegen ihre Ausgaben gegenüber dem Vormonat
nochmals um 0,5 Prozent. Für Paare mit Kindern war die Teuerung prozentual am
geringsten. Mit einem Indexstand von 108,7 hat die Teuerung bei ihnen in den letzten 12 Monaten 1,0
Prozent betragen. Französischsprachige Schweiz mit der höchsten Inflation Unterteilt nach Sprachregionen ergibt sich folgendes Bild: Die französischsprachige Schweiz
verzeichnete mit plus 1,2 Prozent die höchste Teuerung im Vergleich zum Vorjahr. Im Dezember stieg
das Preisniveau gegenüber dem Vormonat um 1,2 Prozent. Die vergleichsweise tiefste
Teuerung gegenüber dem Vorjahr hatte die italienischsprachige Schweiz mit plus 0,9 Prozent.
Gegenüber dem Vormonat stieg das Preisniveau im Dezember um 1,4 Prozent.
Fernseher und Fotokameras wurden günstiger Im Dezember sind einige Produkte
günstiger geworden. So bezahlten Konsumierende etwa für Fernseh- und Audiovideogeräte 6,9
Prozent* weniger als noch im November. Auch Speichermedien und Inhalte wurden günstiger,
nämlich um 2,6 Prozent*. Weiter sanken die Preise für Pauschalreisen (minus 1,8 Prozent*),
Foto-, Kino- und optische Geräte (minus 1,7 Prozent*) sowie sonstige Druckprodukte (minus 1,3
Prozent*). *Comparis-Freizeit-Preisindex Der Landesindex der
Konsumentenpreise (LIK) misst Preisveränderungen anhand eines repräsentativen Warenkorbs von
rund 1’050 Waren und Dienstleistungen. Eine anhaltende Abnahme des Geldwertes bzw. eine
Erhöhung des durchschnittlichen Preisniveaus bezeichnet dabei die Inflation. Der LIK umfasst 12
Hauptkategorien, darunter auch langfristige Investitionen und Wohnungsmieten. Grosse
Ausgabenposten, wie etwa die Prämien für die Sozialversicherungen oder die direkten Steuern, sind
demgegenüber nicht erfasst. Der LIK widerspiegelt somit nicht die tatsächlich gefühlte Teuerung der
Konsumentinnen und Konsumenten. Der Comparis-Freizeit-Preisindex in Zusammenarbeit
mit der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH bildet die Inflation ausschliesslich in den Bereichen
Freizeit und Kultur, Restaurants und Hotels sowie Reisen ab. Zudem werden explizit einzelne
Haushaltsgruppen, Einkommensklassen und Sprachregionen berücksichtigt. Wichtiger Hinweis: Mit
einem (*) gekennzeichnete Zahlen wurden vom Bundesamt für Statistik (LIK/BFS) direkt berechnet
respektive beruhen auf den Zahlen des LIK/BFS. Die Datengrundlage für den Comparis-
Freizeit-Preisindex besteht aus dem Landesindex der Konsumentenpreise ( Weitere
Informationen: Michael Kuhn
Consumer-Finance-Experte
Telefon: 044 360 53
91
E-Mail:
comparis.ch
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