Im Zentrum des Programms steht die Ausstellung „Mise en Scène. Modefotografie von der Belle
Époque bis heute“, die am 3. Juli 2026 eröffnet und bis Ende Februar 2027 zu sehen sein wird.
Parallel dazu präsentiert das Museum in seiner Lounge die fotografische Serie „Porträt einer
Schweizer Firma“ von Barbara Davatz. Noch bis zum 25. Mai 2026 ergänzt die Ausstellung „
Mise en Scène. Modefotografie von
der Belle Époque bis heute 03.07.2026 – Ende Februar 2027 Die Ausstellung
„Mise en Scène“ verbindet internationale Fotokunst mit regionaler Textilwirtschaft und beleuchtet
mehr als 120 Jahre Mode-, Fotografie- und Sozialgeschichte. Im Fokus stehen Schweizer Textilien,
die über Jahrzehnte hinweg in der Couture Verwendung fanden und finden und bis heute auf
internationalen Laufstegen und in Modemagazinen präsent sind. Modefotografien erzählen
nicht nur von Kleidern, sondern auch von Körperbildern, Rollenverständnissen und gesellschaftlichen
Idealen: von der befreiten Silhouette der 1920er-Jahre über die glamouröse Weiblichkeit der
Nachkriegszeit bis hin zu selbstbewussten, diversen Darstellungen der Gegenwart. Die
Modefotografie wird so zum Spiegel gesellschaftlicher Veränderungen – und zugleich zum
Schaufenster einer international vernetzten Schweizer Textilindustrie. Die Ausstellung
versammelt Werke renommierter Fotografen und Studios wie Frères Seeberger, Atelier d’Ora / Arthur
Benda, Helmut Newton, Peter Knapp, Jeanloup Sieff und Iwan Baan. Ergänzt durch Textilien und
Mode von Forster Rohner, Jakob Schlaepfer, Akris und weiteren Schweizer Unternehmen entsteht ein
vielschichtiger Dialog zwischen internationaler Fotokunst und Ostschweizer Textiltradition.
Porträt einer Schweizer Firma. Eine Fotoserie von Barbara Davatz 05.06.2026 –
Ende Februar 2027 Im Jahr 1972 fotografierte Barbara Davatz die gesamte Belegschaft der
Firma Walser AG, einer Textildruckerei und Zwirnerei in Zürchersmühle (AR). Sie porträtierte 38
Frauen und Männer und vermerkte zu jedem Bild Name, Geburtsdatum, Nationalität sowie Beruf oder
Tätigkeitsbereich. Entstanden ist eine vielschichtige Fotoarbeit, die in ihrer ruhigen, unsentimentalen
Sachlichkeit von sozialem Engagement, Offenheit und Zugewandtheit zeugt. Die Serie wird
häufig im Zusammenhang mit den migrationspolitischen Debatten der frühen 1970er-Jahre,
insbesondere der sogenannten Schwarzenbach-Initiative, gelesen; zugleich reicht ihre Bedeutung
weit darüber hinaus. Heute gelten die Porträts als prägnantes Zeugnis einer vergangenen Arbeitswelt
und als reflektierter Beitrag zu Fragen von Identität, Zugehörigkeit und Menschlichkeit.
Mode sammeln. Von T-Shirts bis Haute Couture Noch bis einschliesslich 25.05.2026
Die Ausstellung Mode sammeln gewährt Einblicke in vier private Kollektionen sowie in die
Sammlung des Textilmuseums St.Gallen. Ikonische T-Shirts, fein geschneiderte Herrenanzüge,
extravagante Abendkleider, historische Lingerie und einzigartige historische textile Zeugnisse zeigen,
wie Kleidung jenseits schnelllebiger Trends neue Bedeutungen entfalten kann – als Wissensspeicher,
Inspirationsquelle oder persönliches Erinnerungsstück. Dem gedankenlosen Konsum von
Fast Fashion stellt die Ausstellung das bewusste Sammeln als kulturelle Praxis entgegen und lädt zur
Reflexion über Wert, Dauer und Verantwortung im Umgang mit Mode ein. Textilmuseum
St.Gallen
Vadianstrasse 2
9000 St.Gallen
Schweiz
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