Regelmässige Kontrollen in der Landwirtschaft ermöglichen die Überprüfung guter landwirtschaftlicher Praxis, insbesondere in der Tierhaltung und im Tierschutz. Im Laufe der Jahre wurden, gemäss den bundesweiten Tierschutzbestimmungen, erhebliche Investitionen getätigt, vor allem in Freilaufställe und Winterausläufe. Bei Nichteinhaltung werden Korrekturmassnahmen angeordnet und gegen die betroffenen Betriebe Geldstrafen verhängt. In einigen wenigen, besonders problematischen Fällen haben die kantonalen Behörden Landwirten in Neuenburg sogar die Tierhaltung untersagt.
Es muss jedoch eingeräumt werden, dass Fälle von Notlagen im ländlichen Raum in den letzten Jahren zugenommen zu haben scheinen. Dieser Trend ist wahrscheinlich auf den Druck auf die Landwirtschaft (z. B. wirtschaftliche, politische und administrative Zwänge, Tierseuchen, grosse Raubtiere), Überlastung oder andere rein familiäre oder persönliche Probleme wie Einsamkeit zurückzuführen. Ausgehend von dieser Beobachtung führte das Ministerium für territoriale Entwicklung und Umwelt (DDTE) 2018 ein Schulungsprogramm zur Konfliktlösung im ländlichen Raum ein, um potenziell problematischen Situationen vorzubeugen. Diese gezielte Sensibilisierungsschulung war in ländlichen Gebieten sehr erfolgreich und führte zu deutlichen Fortschritten.
System zur Unterstützung von Landwirten in Notlagen
Anfang 2025 ereignete sich in La Chaux-du-Milieu ein schwerwiegender Fall von Tierquälerei. Daraufhin führte die DDTE (Direktion für Arbeit, Beschäftigung und Berufsbildung) per Richtlinie ein neues System zur Unterstützung von Landwirten in Notlagen ein. Ziel dieser Richtlinie ist es, die Früherkennung, Prävention und Behandlung von Risikofällen durch die zuständigen Stellen zu regeln. Zu den Massnahmen des Systems gehört auch die Durchführung von Schulungen für die zahlreichen beteiligten Fachkräfte.
Anfang 2026 ermöglichte dieses System die Aufdeckung eines weiteren äusserst problematischen Falls. Das daraufhin vom Verbraucherschutz- und Veterinärdienst (SCAV) ergriffene entschlossene Eingreifen rettete über fünfzig Rinder. Leider waren bereits fünf Tiere verendet und zehn mussten eingeschläfert werden.
Systemverbesserung:
Das System zur Unterstützung von Landwirten in Notlagen erweist sich zwar als wirksam, bedarf aber weiterer Verbesserungen, um solche Fälle gänzlich zu verhindern. Zu diesem Zweck ist bereits für Ende Januar eine Arbeitssitzung mit den verschiedenen Beteiligten angesetzt. Darüber hinaus werden zusätzliche Ressourcen für die zuständigen Regierungsbehörden benötigt, um ein noch strengeres System zur Erkennung und Unterstützung besonders gefährdeter Betriebe zu gewährleisten. Zusätzliche Kontrollen sind für die kommenden Wochen bereits in Planung.
Dennoch kann der Staat potenziell problematische Betriebe nicht allein identifizieren. Daher ist es entscheidend, dass Probleme und deren Frühwarnzeichen dem Landwirtschaftsdienst oder dem SCAV (Service de la Consommation et de l'Agriculture) gemeldet werden, insbesondere von landwirtschaftlichen Organisationen und Kommunen, die dazu befugt sind. Dieser Ansatz stärkt die Präventionsbemühungen, bietet betroffenen Familien Unterstützung und minimiert das Risiko weiterer Misshandlungen.
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