Fotofalle beweist: Der Fischotter ist zurück


Departement Bau und Umwelt • Vergangene Woche tappte ein Fischotter am Linthkanal in eine Fotofalle der Glarner Wildhut. Das ist der erste Videobeweis für die Rückkehr des Fischotters in den Kanton Glarus.

Der Fischotter galt seit 1989 in der Schweiz als ausgestorben. Seit 2009 wurden wieder Tiere in der Schweiz beobachtet. Am 15. Januar 2026 gelang der Glarner Wildhut, einen Fischotter mit einer Fotofalle zu filmen.

Aufgrund von verletzten Fischen am Linthkanal mit mutmasslichen Bissverletzungen durch Fischotter hat sich ein Team von Fischotterspezialisten unter der Federführung des Kantons St. Gallen kürzlich auf die Suche gemacht. Ein speziell ausgebildeter Artenspürhund fand im Dezember 2025 in kürzester Zeit mehrmals Kot am Ufer des Linthkanals auch bei Bilten und Umgebung. Diese Funde konnten genetisch eindeutig dem Fischotter zugewiesen werden. Dies sind im Kanton Glarus die ersten Nachweise eines Fischotters seit dessen Ausrottung. Am 15. Januar 2026 gelang der Glarner Wildhut nun auch der erste Nachweis eines Fischotters mit Hilfe einer Fotofalle.

Herausforderung für die Fischpopulation

Die Rückkehr des Fischotters bringt Herausforderungen mit sich. An der Linth befindet sich eines der letzten und stark geschrumpften Äschen-Laichgebiete von nationaler Bedeutung. Seit einigen Jahren versucht man, dieser stark bedrohten Fischart durch Lebensraumaufwertungen, stark eingeschränkte Fischerei und ein Kormoran-Management zu helfen. Wie sich die Rückkehr des Fischotters auf diesen Äschenbestand auswirken wird, ist nicht bekannt. Grundsätzlich können negative Einflüsse von natürlichen Fisch-Räubern wie Fischotter und Kormoran auf die Fische reduziert werden, wenn die Gewässer naturnah und strukturreich sind und den Fischen genügend Unterschlupfmöglichkeiten bieten.


Medienkontakt:
Christoph Jäggi
Leiter Abteilung Jagd und Fischerei
von 10.30 bis 11.45 Uhr: 055 646 64 11
christoph.jaeggi@gl.ch




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