Seit über 60 Jahren bieten die Solothurner Filmtage jeweils in der letzten Januarwoche die
Werkschau des Schweizer Films. Vom 21. bis 28. Januar 2026 rückt die 61. Ausgabe erneut
heimische Filmproduktionen in all ihren Facetten ins Zentrum. Als Hauptmedienpartnerin unterstützt
die SRG das Festival und ist mit einer starken Präsenz vertreten: 58 der insgesamt 164 gezeigten
Filme entstanden als Koproduktionen der SRG. Zu den Highlights zählen der Eröffnungsfilm
"The Narrative". Er zeichnet den Fall von Kweku Adoboli nach, einst gefeierter UBS-
Investmentbanker in London. Solange Milliarden fliessen, gilt er als Leistungsträger eines
risikofreudigen Systems. Nach einem Handelsfehler mit einem Verlust von über 2,3 Milliarden Dollar
wird aus systemischem Versagen jedoch eine persönliche Schuldgeschichte. Sehenswert ist auch
"Kalari Kid - She Hits Back", der zeigt, wie zwei Mädchen in einer von geschlechtsspezifischer Gewalt
geprägten Gesellschaft mithilfe von Kalari, der ältesten Kampfsportart der Welt, Selbstermächtigung
finden und sich die Freiheit erkämpfen, in Indien die Frauen zu sein, die sie sein wollen. "Lydia -
Aufzeichnungen aus dem Irrenhaus" zeichnet das historische Porträt von Lydia Welti-Escher, die als
Tochter Alfred Eschers gegen gesellschaftliche Zwänge für ein selbstbestimmtes Leben kämpft und
von ihrem Ehemann in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wird. Becaària erzählt dagegen von
Mario, einem 16-Jährigen aus einem Dorf im Tessin, der im Jahr 1977 zwischen Schulproblemen,
ersten unbeholfenen Liebesversuchen und Konflikten mit seinem Vater seinen Platz sucht und in
einem Sommer als Knecht in den Bergen prägende Erfahrungen über das Leben, die Liebe und sich
selbst macht. Austausch, Weiterbildung und Branchenblick im Fokus Seit
2024 bündeln die Solothurner Filmtage im Branchen-Programm SO PRO ihre Vernetzungs- und
Weiterbildungsangebote. Ziel ist ein professioneller, zugleich informeller Austausch zwischen den
unterschiedlichen Akteur:innen der Filmbranche. Während der Festivalwoche findet ein dreitägiges
Programm statt, das akkreditierten Teilnehmer:innen den Zugang zu Pitching Sessions,
Informationsveranstaltungen, Fallstudien, Workshops und Networking-Events ermöglicht. Am Freitag,
23. Januar, geben SRG-Generaldirektorin Susanne Wille und Sven Wälti, Leiter Film SRG, im
Stadttheater Einblicke in aktuelle Herausforderungen der Branche. Die Veranstaltung findet auf
Deutsch und Französisch mit Simultanübersetzung statt. Play Suisse präsentiert
Kollektion von sehenswerten Festivalperlen Anlässlich der Solothurner Filmtage
präsentiert Play Suisse seit dem 15. Januar eine neue Kollektion mit Filmen früherer
Festivaljahrgänge. Zu den Höhepunkten zählt der Eröffnungsfilm von 2025 "Die Hinterlassenschaft
des Bruno Stefanini". Regisseur Thomas Haemmerli porträtiert mit Humor und Schärfe den
exzentrischen Winterthurer Immobilientycoon und verwebt dessen Lebensgeschichte mit zentralen
Kapiteln der Schweizer Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. "IDDU - Racconti dell'isola" richtet den
Blick auf Stromboli, wo der Vulkan das Leben der Inselbewohner:innen zwischen Tourismus und
existenzieller Bedrohung prägt und Fragen der Nachhaltigkeit aufwirft. "Berehynia - Women of Kyiv"
begleitet vier Redakteurinnen von "ELLEUkraine", die ihr Magazin trotz des Krieges weiterführen - ein
intimes Porträt über Widerstandskraft, in dem Normalität zum Akt des Mutes wird.
Pressekontakt:
Medienstelle SRG SSR
Nik
Leuenberger
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Tel. 058 136 21 21
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